Die Sparschäler-Verschwörung

Irgendwo da draußen, versteckt im Untergrund oder auf einer geheimen Insel, die in keiner Karte verzeichnet ist, existiert die Sparschäler-Mafia. Alle Sparschäler werden dort für nur eine Aufgabe in einem harten Training ausgebildet: Sie kommen zu uns, unschuldig verpackt in Papier oder Plastik, erfüllen ein paar Wochen treu ihren Dienst, so dass wir ihnen voll und ganz vertrauen und dann, wenn wir nicht damit rechnen, machen sie sich wieder klammheimlich aus dem Staub und wir stehen da und müssen die Kartoffeln mit dem Messer schälen.

(Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so verpeilt bin und jetzt schon zum 10. Mal den Sparschäler ins Zeitungspapier mit den Kartoffelschalen eingewickelt und alles zusammen weggeworfen habe. Wirklich nicht!)

Und dann gibt es noch die geheime Küchenmesser-Mafia. Die Messer werden darauf trainiert, nur Butter schneiden zu können. In Kooperation mit der Sparschäler-Mafia ist das ne ganz gemeine Sache, dann muss man nämlich Nudeln kochen!

Papierkram

In weiser Vorraussicht habe ich mich heute dazu aufgerafft, meine ganzen Papiere einzusortieren, die sich schon seit geraumer Zeit auf meinem Schreibtisch türmen. Denn da im Mai unser Baby kommt, beginnen ab März die ersten Behördengänge und da eine Menge Bürokratie auf uns zukommt, wollte ich jetzt schon Ordnung in meine Unterlagen bringen.
Das hab ich auch geschafft. Mein Schreibtisch biegt sich nicht mehr, alles ist an seinem Platz und griffbereit.

Und ich habe die Schnauze voll vom Sortieren, Lochen und Einheften!

Kindermund

Angelina kommt nicht auf “Heuschrecke”.

Das war doch ein Dingskäfer! Äh, ich meine, ein Heupferdchen!

Mein Foto in der Zeitung, aber …

Mannometer, bin ich enttäuscht. Ich habe für unseren Stadtverband eine Fotomontage angefertigt, auf der eine Statue, die ursprünglich am Bahnhof steht, auf den Marktplatz gerückt ist. Kein besonders schönes Bild, weil eigentlich nur funktional, aber immerhin meine Arbeit. Unser Stadtverbandsvorsitzender rief an und fragte, ob das Foto in die Zeitung kann. Meine Antwort natürlich: “Ja, wenn mein Name genannt wird.” Nicht weiter schlimm, meine ich. Der zuständige Reporter, der den Artikel verfassen wollte, gab allerdings zurück, dass so eine Namensnennung nicht üblich sei, es würde dann “Foto: privat” darunter stehen. Ich gab mich damit ab.
Heute ist der Artikel in der Zeitung erschienen. Und dann die Überraschung:

Bildunterschrift: (Die Staue) hat [Name unseres Stadtverbandsvorsitzenden] versuchsweise schon mal auf den Marktplatz gerückt.
Foto: [Name des Reporters]

Bin ich kleinlich?

Achso, da ich meine Quellen richtig benenne: Der Zeitungsausschnitt stammt aus der Allgemeinen Zeitung Bad Sobernheim vom 1.2.2010

Drachen schieben keinen Schnee

Diese Woche hatten wir wieder Hausdienst, welcher uns ein- bis zweimal am Tag Schneeräumen beschert hat. Zum Glück bin ich heute zu Hause und muss nicht arbeiten, denn gestern (für einen Großteil der Bevölkerung ebenfalls ein Arbeitstag)  hat unser Hausdrache demonstrativ heißes Wasser auf die Treppen geschüttet, wohl um uns zu zeigen, dass wir unserer Arbeit nicht ordnungsgemäß nachgekommen sind. Und, oh Schreck, wir haben schon wieder (!) das Streusalz leer gemacht! Aber über dieses Verhalten unsererseits hat sie ja bereits ausgiebig mit unseren Nachbarn geplaudert.

Eigentlich dachte ich, dass ich wenigstens am Sonntag mal ausschlafen kann, aber heute Nacht hat es – wen wundert es noch – geschneit. Also bin ich mit Angelina um 7.30 Uhr raus. Martin wollten wir ausnahmsweise mal ausschlafen lassen, der hat die ganze Woche morgens Schnee gefegt und muss heute auch noch arbeiten. Ich wette, nein, das muss ich nicht, es ist eine Tatsache, dass der Drache dieses verspätete Schneefegen zur Kenntnis genommen hat und wieder neuen Gesprächsstoff für unsere Nachbarn hat.

Wenn die Frau uns nicht hätte, wie langweilig wäre ihr Leben! So kann sie immer, wenn sie hört, dass wir in unserer Wohnung verschwunden sind, bei den Nachbarn klingeln und sich über uns unterhalten.

Achso, es schneit natürlich wieder, wir werden heute also noch mindestens einmal raus müssen, damit die arme alte Frau sich nicht wieder mit heißem Wasser bemühen muss. Zum Glück hat sie erst in zwei Wochen wieder Dienst, bis dahin ist sicher der ganze Schnee weg.

Kommentare
  • Windgeflüster: sich mit fremden Federn...
  • barbara: furchtbar, das muss ich auch bald mal...
  • ANne: Lach …das ist natürlich auch...
  • Nicole: Das ist hart. Aber es sind ja oft die...
  • ANne: Genau so nen Typen haben wir hier auch....