Kindheit

Ich hatte einfach eine wunderschöne Kindheit. Das habe ich vor allem meinen Eltern zu danken. Und für diesen Teil meiner Homepage danke ich meiner Freundin Sabine, die sich unbedingt ein paar alte Fotos aus dieser Zeit wünschte.

All diese Fotos könnt ihr euch ansehen, wenn ihr auf die kleinen Bilder im Text klickt (dann öffnen sich die entsprechenden Bildergalerien).


Berlin-Lichtenberg Kriemhildstraße 3

1963 zogen wir vom Criegernweg in die Kriemhildstraße 3. Dort wohnten wir in einer 2½ Zimmer-Wohnung in einem so genannten Altneubau, was immer das auch heißen mochte. Hinter dem Haus befand sich ein sehr großer Spielplatz mit Fußballplatz, Buddelkasten, Klettergerüst, Karussell und eine großen Liegewiese. In dem Block, zu dem 4 Eingänge gehören, wohnten noch viele andere Kinder und unsere Spiele hießen u.a. Einkriegezeck (Fange), Verstecken, Lange Nase, Völkerball, Gummihopse, Ballschule (Halli-Hallo) und “Mutter, Vater, Kind”. Wir liefen Rollschuhe, murmelten und tauschten Steckbilder (Glanzbilder, Oblaten). Im Winter gingen wir rodeln und liefen Schlittschuhe. Und wie glücklich waren wir, als in einem Winter ein paar Väter den Fußballplatz für uns mit viel Wasser zur Eisbahn machten. Als wir 1974 nach Kaulsdorf-Süd zogen, fiel mir der Abschied wahnsinnig schwer.


Ahlsdorf bei Schönewalde

In Ahlsdorf lebten meine Großeltern väterlicherseits. Mein Opa war bis zum Eintritt ins Rentenalter Bürgermeister und meine Oma leitete die Poststelle. Das Reizvollste an diesem kleinen Ort waren schon damals das Schloss und die Parkanlage mit dem Teehaus und der Gruft. Im Erdgeschoss des Schlosses befand sich auch mal der Kindergarten, den ich früher selbst besuchte. Die Gruft war ein besonders gruseliger Ort. Der Weg dorthin war lang, sehr dunkel und vom See kam ein feuchter Luftzug herüber. Trotzdem versuchte ich mit meinen Freundinnen Rita Pflanze und Ingrid Bucke so nah wie möglich an das Grabgewölbe heranzuschleichen. Doch es brauchte nur ein Ast zu knacken, und man sah von uns jedes Mal nur noch eine Staubwolke.


Jatznick bei Pasewalk

Zu Jatznick hatte ich immer ein besonderes Verhältnis, weil ich dort geboren wurde und die ersten zwei Jahre im Haus meiner Großmutter mütterlicherseits gelebt habe. Meine Omi lebte seit dem Tod ihres Mannes allein, aber sie war nicht einsam, denn wir besuchten sie regelmäßig und Steffen und ich verbrachen auch immer einen Teil der Ferien bei ihr. Ich liebte den Himmel über Jatznick und an manchen Tagen konnte ich sogar die Ostsee riechen. Im Ort lebten auch viele ihrer 9 Geschwister. Am Wochenende traf man sich und sang zusammen. Und wie sie singen konnten! Mein Lieblingslied hieß „Das alte Försterhaus“.

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