Archiv für die Kategorie „Leselust“
Die Spur des Medaillons – Tania Schlie
Inhalt:
Berlin, in den Jahren nach dem Mauerfall. Nina Kolzin ist Mitte dreißig, Goldschmiedin mit einem eigenen kleinen Atelier in Berlin-Mitte. Ihr Leben plätschert ohne Höhen und Tiefen dahin, bis sie eines Tages vor ihrem Laden mit einem Mann zusammenstößt. Der Amerikaner Benjamin Turner verzaubert Nina mit seiner samtenen Stimme und seinem attraktiven Aussehen. Mehr noch als der Mann aber verwirrt sie ein Schmuckstück, das er bei ihr zur Restaurierung in Auftrag gibt: Ein Medaillon, vorn mit einem blauen Stein besetzt, auf der Rückseite mit einem kleinen Fach für ein Porträt. Nina kennt das Juwel, weil sie das genaue Gegenstück dazu vor Jahren von ihrem Vater bekommen hat. Da sie sich den Zufall nicht erklären kann, befragt sie ihre Großmutter Natascha, bei der sie aufgewachsen ist. Diese erzählt ihr daraufhin ihre turbulente Lebensgeschichte vor dem Hintergrund der großen geschichtlichen Ereignisse im Europa des 20. Jahrhunderts – die Medaillons aber sind das Symbol der Liebe ihres Lebens und erlangen auch in Ninas Leben zunehmend Bedeutung …
Fazit:
Ich liebe ja Familiengeschichten, deren Handlung sich über viele Jahrzehnte erstreckt und in denen reale geschichtliche Ereignisse eine Rolle spielen. Ein Buch nach meinem Geschmack, das sich sehr gut las und dessen letzte Seite viel zu schnell erreicht war.
Das Haus am Potomac – Mary Higgins Clark
Die junge erfolgreiche Fernsehjournalistin Patricia Traymore will dem Trauma ihrer Kindheit, das sie immer noch schwer belastet, endlich auf die Spur kommen. Ihre Eltern waren damals gewaltsam zu Tode gekommen, und sie weiß, dass sie nur in dem Haus, in dem sie starben, die Wahrheit herausfinden kann, die sie tief in ihrem Unterbewußtsein erahnt. Trotz anonymer Warnungen fährt sie an den Ort der schrecklichen Tat – und gerät in ein gefährliches Netz von Verstrickungen … (Quelle: Krimi-Couch)
Ein spannender Krimi, der mich das Buch kaum zur Seite legen ließ.
Der gestohlene Engel – Sabine Kornbichler
Klappentext:
Als Ariane unheilbar an Krebs erkrankt, hat sie nur einen Wunsch: Ihre kleine Tochter Svenja soll nicht bei ihrem Exmann aufwachsen, da er nicht der leibliche Vater des Kindes ist. Die einzige Spur, die zu dem echten Vater führt, ist ein kleiner goldener Engel, den er nach einer gemeinsamen Nacht zurückgelassen hat. Ihre Freundin Sophie begibt sich auf die Suche nach dem Mann und entdeckt ein Geheimnis, das sie in einen schweren Gewissenskonflikt stürzt.
Über die Autorin:
Sabine Kornbichler, 1957 in Wiesbaden geboren, wuchs an der Nordsee auf. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Hamburg arbeitete sie mehrere Jahre als Beraterin in einer Frankfurter PR-Agentur. Sie lebt und arbeitet heute als Autorin in München.
Das Buch liest sich gut, aber hunderprozentig überzeugt hat es mich nicht. Es wird zum Beispiel über Personen geurteilt, die man überhaupt nicht kennenlernt. Und auch bei diesem Buch bleiben viele Fragen unbeantwortet.
Die Mittagsfrau – Julia Franck
1945. Flucht aus Stettin in Richtung Westen. Ein kleiner Bahnhof irgendwo in Vorpommern. Helene hat ihren siebenjährigen Sohn mühsam durch die schweren Kriegsjahre gebracht. Und nun plötzlich, wo alles überstanden, alles möglich scheint, lässt sie ihn allein am Bahnsteig zurück und kehrt nie wieder …
Eine idyllische Kindheit in der Lausitz am Vorabend des ersten Weltkriegs, das Berlin der goldenen Zwanziger, die große Liebe: So könnte das Glück klingen, denkt Helene. Aber steht ihr die Welt wirklich offen? Helene glaubt unerschütterlich daran, folgt ihren Träumen und lebt ihre Gefühle – auch gegen die Konventionen einer zunehmend unerbittlichen Zeit. Dann folgt der zweite große Krieg, Hoffnungen, Einsamkeit – und die Erkenntnis, dass alles verloren gehen kann. Julia Franck erzählt in ihrem großen neuen Roman ein Leben, das in die Mühlen eines furchtbaren Jahrhunderts gerät, und die Geschichte einer faszinierenden Frau.
Das Buch ist in einem leicht lesbaren und sprachlich schönen Stil geschrieben. Es ließ mich auf eine bewegte Zeit voller Geschichte zurück blicken. Aber am Ende blieben, für meinen Geschmack, viele Fragen unbeantwortet.
Und wer ist die Mittagsfrau?
Die Mittagsfrau ist eine Sagengestalt aus der Lausitz. Sie erscheint zur Mittagszeit, besonders während der Ernte, und passt auf, dass man zwischen 12:00 und 13:00 Uhr eine Pause von der Feldarbeit einlegt. Sie verwirrt den Menschen den Verstand, lähmt ihnen die Glieder oder tötet sie mit der Sichel. Die von der Mittagsfrau Heimgesuchten können sich nur retten, indem sie ihr eine Stunde lang von der Flachsverarbeitung erzählen. Nach Ablauf dieser Stunde verliert die Mittagsfrau ihre Macht. Die Mittagsfrau erscheint entweder als schwarzbehaarte Frau mit Pferdefüßen oder als Wirbelwind.
Vergebung – Stieg Larsson
Wer suchet, der tötet
Die Ermittlerin Lisbeth Salander steht unter Mordverdacht. Ihr Partner Mikael Blomkvist schwört, ihre Unschuld zu beweisen. Er weiß, dass es um Salanders Leben geht. Als seine Ermittlungen die schwedische Regierung in ihren Grundfesten zu erschüttern drohen, setzt er alles auf eine Karte.
Atemlose Spannung, bedingungsloses Vertrauen, Freundschaft und gewissenhafte Ermittler prägen den dritten Teil der Trilogie. Alles läuft auf einen Punkt zu und die Bösen bekommen ihre Strafe.
Ich stelle einen guten Freund zurück ins Bücherregal und vermisse Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist schon jetzt.


