Archiv für die Kategorie „Auch das noch!“
Die Sache mit dem Lieferservice
Manchmal kauft man Dinge, die einfach nicht ins Auto passen und ein Autoanhänger steht gerade nicht zur Verfügung. Da ist man doch froh, wenn das Geschäft einen Lieferservice anbietet.
Wir brauchten für unseren Flur unbedingt einen neuen Bodenbelag und fuhren nach Bad Kreuznach in die Bosenheimer Straße. Wir schritten das ganze Angebot ab und konnten die 2-Meter-Beläge gleich links liegen lassen, da unser Flur an der breitesten Stelle 2,16 m lang ist. 2,50-Meter-Beläge gab es nicht, also richteten wir unser Augenmerk auf die 3-Meter-Angebote. Wir entschieden uns für einen wunderschönen Belag in mediterraner Fliesenoptik und waren uns darüber im Klaren, dass wir den Belag mit unserem kleinen Auto, mit dem wir sogar unseren Kleiderschrank transportierten, nicht wegbekämen.
Der nette Verkäufer wies uns auf einen nicht ganz billigen Lieferservice hin. Für stolze 47,60 Euro würde eine Fremdfirma das gute Stück zu uns nach Hause bringen. Wir sahen uns kurz an und hatten beide diesen Blick in den Augen, der sagte: “Schei*e, aber wir machen es!”
Ein paar Tage später brachten zwei missgelaunte, nach Knoblauch riechende, Lieferanten das gute Stück in meine Wohnung und forderten die 47,60 Euro Lieferkosten. Ich gab dem etwas mehr Deutsch sprechenden Lieferanten einen 50-Euro-Schein und fragte mich zweifelnd, ob ich Trinkgeld geben sollte. Der Lieferant sagte frech grinsend, er könne nicht wechseln. Da blieb mir doch tatsächlich die Spucke weg. Ich schnappte nach Luft und fühlte mich wie ein Fisch auf dem Trockenen, dann sprudelte es plötzlich nur so aus mir heraus: “Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst? Sie müssen doch Wechselgeld dabei haben!” Das Trinkgeld hatte ich zu dem Zeitpunkt logischerweise gestrichen.
Der Lieferant Nummer1 sagte dreist, wenn ich es nicht passend hätte, würden sie das gute Stück wieder mitnehmen. Ich schmiss ihm wütend den 50- Euro-Schein entgegen und die beiden “Mir-fällt-kein-passendes-Wort-dazu-ein” aus meiner Wohnung.
Kurz darauf beschwerte ich mich bei der Lieferfirma. Ergebnis: Ich sei an diesem Tag der einzige Kunde und die Lieferanten hatten tatsächlich kein Wechselgeld dabei. Es tue ihm leid.
Mir tut es ganz und gar nicht leid, dass ich diese Art von Lieferservice überhaupt nicht weiterempfehlen kann!
Erkenntnis des Tages
Manchmal ist es eher ungesund, bei offenem Fenster zu schlafen. Vor allem, wenn der Nachbar morgens auf dem Balkon eine Zigarette nach der anderen raucht und ich von dem qualmenden Gestank wach werde.
Donnergrollen
Ich hasse es, wenn bereits bei einem entfernten leisen Donnergrollen, also eher ein Gröllchen, Fernseher und Computer ausfallen.
Und das in einem technologisierten Zeitalter, in dem Raketen ins Weltall geschossen werden und in dem man über eine Besiedlung des Mars nachdenkt.
Andere Lokale – andere Sitten
Gestern waren wir in Saarbrücken, ganz entspannt mit der Bahn. Wir bummelten durch die Fußgängerzone und sahen uns das Schloss an. Als wir wieder über die Alte Brücke kamen, beschlossen wir wegen akuten Durstes in das nächste Lokal zu gehen.
Mein Schatz steuerte einen freien Tisch im rechten Lokal (Am Stadtgraben/ Ecke Saarstraße) an. Wir setzten uns und während mein Schatz versuchte, den stark kippelnden Tisch zu bändigen, schneite es Blütenblätter auf unsere Häupter. Nee, oder? Nee! Wir standen auf und gingen zu einem anderen Tisch, der unter einem Schirm stand. Gerade, als wir es uns gemütlich gemacht hatten, kam die Kellnerin mit der Karte.
Mein Schatz: “Wir wollen nur was trinken. Ich hätte gerne einen Kaffee und …” Weiter kam er nicht.
Die Kellnerin, mit ihrer Karte wedelnd: “Wir sind eine Speisegaststätte! Nur trinken geht nicht.”
Ich glaube, so bedeppert wie ich in dem Moment schaute, kann man gar nicht schauen. Wir standen auf und verließen diese Lokalität.
Einige Meter weiter, war wieder ein Tisch frei. Wir setzten uns und als der Kellner kam, sagte ich: “Wir sind nur durstig, möchten also nichts essen. Ist das für Sie in Ordnung?”
Jetzt schaute er ein bisschen bedeppert. “Natürlich.”
Jetzt haben wir den Salat
Ich meine nicht das Rätsel des letzten Wochenendes, dass immer noch auf seine Lösung wartet.
Es geht um die tolle Aktion meines Schatzes, über die ich letzte Woche berichtete. Ihr erinnert euch? Ein alte Kassetten-Radio sollte per Plastik-Pflege-Spray aufgemöbelt werden.
Mit seinem Pflegeprogramm hat mein Schatz folgendes erreicht:
1. Meine Hausschuhe sind völlig zerfressen hinüber und liegen im Müll.
2. Die Böden in Küche und Flur sind immer noch mit Vorsicht zu betreten.
… und jetzt kommt das Allerbeste!!!!
3. Das Radio wandert auf den Müll, weil es kaputt ist.
Zu viel Pflege kann auch mal nach Hinten losgehen.


