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Die guten alten Zeiten

Früher habe ich immer ein bisschen geschmunzelt, wenn meine Großeltern von den guten alten Zeiten gesprochen haben.

Heute erzähle ich selber ab und an von den guten alten Zeiten und frage mich, was meine Kinder davon halten. :lol:

Aber richtig rührend wird es, wenn Angelina mit ihren 8 Jahren von den guten alten Zeiten spricht:

“Ach Omi, die guten alten Zeiten, als ich noch in Berlin in den Kindergarten ging und mit meiner Freundin Rifka spielte.” Damals war die kleine Maus 4 Jahre alt und ich staune, an wie viele Einzelheiten sie sich erinnern kann.

Die größte Macht der Welt

Angelina fragte mich gestern: “Omi, was ist die größte Macht der Welt?”
Ich antwortete, ohne groß nachzudenken: “Die USA.”

Hätte ich besser zugehört, wäre mir bestimmt der kleine Unterschied zwischen was und wer aufgefallen.

Angelina kopfschüttelnd: “Nein Omi! Die Freundschaft!!!”

Recht hat die kleine Maus! :D

Die Sache mit dem Zuhören

Ihr kennt bestimmt folgende Situation:

Jemand erzählt euch etwas, das euch nicht wirklich interessiert. Eure Gedanken schweifen beim Zuhören immer wieder ab und ihr erwischt euch dabei, wie ihr nur noch automatisch nickt und “Ja” und “Ach so” sagt.

Angelina eröffnete mir gestern eine ganz neue Variante des Zuhörens. Die kleine Maus sagte während eines Gesprächs  doch glatt: Manchmal höre ich mir beim Reden nicht zu.

Ich hätte mich langschmeißen können! :lol:

OP gelungen – Patient lebt

Gestern fing sich Angelina beim Spielen einen Holzsplitter ein.  Wieder zu Hause, wollte sie sich nur ein Pflaster rumtüdeln.  Aber ich konnte sie überzeugen, dass der Splitter erst einmal raus musste.

Wir machten es uns im Bad gemütlich – neben mir das OP-Besteck (Nadel und Pinzette) und ich bereitete die kleine Maus darauf vor, dass es etwas weh tun würde, denn ich musste ja die Haut aufritzen.

Der Splitter saß ganz schön tief und Tränen waren eigentlich schon vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass ich durch meine Sehbehinderung garantiert nicht die erste Wahl an Sanitäterin bin. Aber anderes Fachpersonal stand nicht zur Verfügung. :whistle:

Ich machte einige Späße über die Holzhammermethode, die eine wirksame Narkose mit sich bringen, aber auch Kopfschmerzen verursachen würde und arbeitete mich langsam an den Übeltäter heran. Angelina war sehr tapfer und blinzelte ihre Tränen weg.

Nach 10 Minuten war der Splitter in den Fängen meiner Pinzette und wir atmeten beide erleichtert auf. Als Trostpflaster tüdelte ich ein grünes Pinguin-Pflaster um Angelina’s  Finger.  :D

Kinderkummer

Beim letzten Besuch im Freibad bestand Angelina hartnäckig darauf, sich in der Kabine umzuziehen. Konnte sie natürlich auch. Dann gingen wir baden und genossen die Abkühlung. Am Ende unserer Freibad-Erfrischung ging die kleine Maus auch in die Kabine.

Als sie wieder herauskam, machte sie ein sehr sorgenvolles Gesicht.
“Omi hast Du meine Uhr eingepackt?” Ich schüttelte den Kopf und fragte Angelina, ob sie ihre Uhr auch wirklich um hatte. Hatte sie – und beim ersten Umziehen blieb sie wohl auf der Ablage liegen. Und nun?

Angelina schlug die Hände vor ihr Gesicht und schüttelte den Kopf: “Das gibt bestimmt Ärger!” Dabei glitzerten die ersten Tränen zwischen den Fingern.

Ich nahm den kleinen Engel erst einmal in den Arm, dann gingen wir zusammen in die bewusste Kabine. Da lag keine Uhr. Angelina sah schon ihre Felle wegschwimmen, aber eine Möglichkeit gab es noch. Ich ging mit Angelina zur Kasse. Vielleicht hat ja jemand die Uhr gefunden und …

Meine Ahnung wurde bestätigt. Angelinas Uhr wurde an der Kasse abgegeben und die kleine Maus konnte sie erleichtert entgegennehmen. Wir bedankten uns beide bei der Frau an der Kasse, denn der Finder blieb leider unerkannt.

Es ist schön, dass es noch ehrliche Menschen gib!!!!  :love:

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