Wurzelbehandlung
Am 31.01.2007 hatte ich bei meiner Zahnärztin einen Termin für eine Wurzelbehandlung. Als die Ärztin mit der Behandlung begann, setzten bei mir starke Schmerzen ein, die sich durch den ganzen Kopf zogen. Die Behandlung wurde kurz unterbrochen und ich wieder in eine aufrechte Position gebracht. Als der Schmerz wieder nachließ, machte die Ärztin weiter. Am Ende fühlte ich mich nicht gut und hatte nur noch den Wunsch, mich zu Hause hinzulegen. Das tat ich dann auch, aber nach kurzer Zeit setzten die Schmerzen wieder ein. Bei einem Blick in den Spiegel bekam ich einen Riesenschreck und rief sofort in der Praxis an. Meine Oberlippe war zu einem wahren Monster angeschwollen. Als ich etwas später völlig aufgelöst und verängstigt auf dem Zahnarztstuhl saß, sagte meine Zahnärztin lachend: “Haha, ein Quincke-Ödem!“ Während ich da auf dem Stuhl hockte nahm die Schwellung immer mehr zu und dann rief eine Schwester den Notarzt. Fazit: Ich kam ins Krankenhaus Kirn. Dort konnte sich niemand erklären, warum ich so heftig reagierte, denn trotz mehrerer hoher Cortisongaben, ließ die Schwellung nicht nach. Es vergingen 4 Tage, dann folgte eine Verlegung in die Diakonie Bad Kreuznach. Die Ärztin in Kirn meinte es bestimmt nur gut, denn sie wollte mich von dem dortigen Dentisten begutachten lassen, schließlich hatte ich ja noch immer einen offenen Wurzelkanal. Der Unterschied der Krankenhäuser war wie der zwischen einem 5-Sterne-Hotel und einer Absteige. Wie die Vertreibung aus dem Paradies. Und als der Dentist sich für mich nicht zuständig fühlte, rief ich meinen Hausarzt an und bat um meine Entlassung. Die Medikamente konnte ich auch zu Hause nehmen. Mein Hausarzt telefonierte ein bisschen herum und am nächsten Tag konnte ich heim. Meine Oberlippe war noch immer angeschwollen, aber langsam trat eine Besserung ein. Am Ende dauerte es noch 2 Wochen, bis ich wieder völlig normal aussah.


